Wo findet man „Apps“?

Play StoreSobald Android-Neulinge die wichtigsten Bedienfunktionen ihrer Geräte kennengelernt haben, wollen sie wissen, wo sie neue Funktionen, Programme – also diese sagenumwobenen Apps – finden können. Die einfachste Methode, Apps zu suchen, zu finden und auf seinem Smartphone zu installieren, ist der Weg über den Google Play Store. Der Play Store ist selbst als App auf jedem Android-Smartphone vorinstalliert und wird als weiße Tragetasche mit einem bunten Dreieck dargestellt. Er ist das „Einkaufszentrum für Android“ der Firma Google, man kann dort Apps, digitale Musik, Filme, E-Books und sogar Android-Geräte wie Smartphones und Tablets einkaufen.

Was braucht der Android-Besitzer, um im Play Store einzukaufen?

Drei Dinge braucht der Mensch: Sein Android-Smartphone, ein Google-Konto und – für Ware, die nicht kostenlos angeboten wird – ein Zahlungsmittel.
Apps aus dem Play Store müssen direkt auf dem Android-Gerät installiert werden, können nicht erst auf einem PC gespeichert und danach auf das Smartphone übertragen werden. Und um überhaupt auf den Play Store Zugriff zu haben, benötigt man auch dann ein Google-Konto, wenn man sonstige Angebote des Google-Imperiums nicht verwenden möchte.
Wenn Sie an einem Angebot Interesse haben, das nicht kostenlos ist, benötigen Sie ein Zahlungsmittel, das online einsetzbar ist. Ich empfehle eine der drei folgenden Varianten:

  1. Kaufen Sie sich eine Google Play-Geschenkkarte. Die gibt es bei einer Vielzahl von Handelsunternehmen in verschiedenen Eurowerten (derzeit 15€, 25€ und 50€) und können bar bezahlt werden. Google Play GeschenkkartenAn einem PC oder Ihrem Smartphone melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an und lösen den Wert der Geschenkkarte durch Eintippen der Kartennummer ein. Der Betrag ist dann an Ihr Google-Konto gebunden und kann abgestottert werden. Der Wert hat kein Verfallsdatum.
  2. Verwenden Sie eine Kreditkarte, deren Nummer und Ablaufdatum Sie in Ihrem Google-Konto eintragen können. Zur Sicherheit können Sie eine sogenannte „Prepaid Karte“ verwenden, auf die Sie vor Verwendung per Banküberweisung ein Guthaben aufbezahlen müssen, bevor dieses im Play Store abgestottert werden kann.
    Der Vorteil einer solchen Kreditkarte gegenüber einer Google Play-Geschenkkarte besteht darin, dass Sie sie auch im Handel zum Bezahlen verwenden können, zum Beispiel beim Tanken.
    Günstige Prepaid Karten gibt es bei vielen Banken. Ich selbst nutze und empfehle Kalixa. die Kartenkosten fallen nur einmalig an und sind vergleichsweise günstig; und wenn Sie sich von mir als Kalixa-Kunde werben lassen, bekommen wir außerdem beide einen einmaligen Bonus von jeweils 5€. (Melden Sie sich bei mir, wenn Sie daran interessiert sind.)
  3. Bezahlen Sie im Google Play Store mit PayPal, wenn Sie ein Konto bei diesem renommierten und zuverlässigen Zahlungsdienstleister besitzen oder einrichten wollen. Beim Bezahlen werden Sie zu Ihrem PayPal-Konto umgeleitet, bestätigen dort den Betrag, der ein paar Tage später von Ihrem Giro- oder Kreditkartenkonto eingezogen wird.
    PayPal kann in vielen Internetshops als Zahlungsvariante eingesetzt werden und gilt als sicheres Zahlungsmittel, da kein Händler Ihre Konto- oder Kartendaten zu sehen bekommt.
Wie finde und installiere ich eine App?
Play Store Home

Play Store, 2014

Auf dem Bildschirm des Smartphones ruft man den Play Store auf, indem man auf das Tragetaschensymbol tippt. (Suchen Sie in der Liste aller installierten Apps danach, wenn Sie es nicht auf einem Ihrer Startbildschirme abgelegt haben.)
Auf dem Startbildschirm des Play Store (siehe Abbildung) haben Sie die Auswahl aus dem Google-Sortiment. Wenn Sie nicht nur stöbern wollen, sondern gezielt eine App suchen, tippen Sie oben rechts auf das Lupensymbol und geben mit Hilfe der eingblendeten Tastatur ein, was Sie brauchen. Das kann der genaue Name einer App sein, wenn Sie ihn kennen, weil Sie vielleicht einer Empfehlung folgen. Sie können aber auch nach Stichworten suchen, ganz so wie sie es von Suchmaschinen wie Google oder Bing gewohnt sind.

Tippen Sie also Ihre Suchbegriffe, senden Sie ab und erhalten eine Liste mit verschiedenen, passenden Apps zur Auswahl. Schieben Sie die Auswahllisten nach unten oder oben und wählen Sie aus, welche App Sie auf Ihrem Gerät installieren wollen. Tippen Sie auf die Wunsch-App.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche App Sie aus der Vorschlagsliste wählen sollen, achten Sie auf die Anzahl der Sternchen unter dem Namen. Andere Android-Besitzer, die die App ausprobiert haben, konnten Bewertungen abgeben. Je besser die Bewertungen, desto mehr der maximal fünf Sternchen sind markiert.

Play Store Rezepte App

Rezepte App aus dem Play Store

Als Beispiel habe ich einmal irgendeine App mit Kochrezepten ausgesucht. (Verstehen Sie diese Wahl nicht unbedingt als Empfehlung. Ich kenne die „Rezepte des Tages“ gar nicht. Die Beschreibung liest sich aber recht viel versprechend, finde ich.)

Sie sehen das Symbol der App, darunter ein paar Bildschirmfotos aus dem laufenden Betrieb und unter den Abbildungen Informationen über die App:
Die „Rezepte des Tages“ wurden von 6.031 Benutzern bewertet (vorwiegend positiv) und über 100.000-mal installiert. Die Größe des Programms im Speicher Ihres Smartphones beträgt 1,75 Megabyte, falls Sie es herunterladen.
Hohe Downloadzahlen (sechs-, sieben- oder achtstellig) sind eine Empfehlung, viele Sternchen natürlich ebenfalls. Achten Sie auch auf die Größe der App, damit Sie Ihren Smartphone-Speicher nicht überfordern. Es gibt Apps, die kleiner als 1 Megabyte groß sind, und solche, die über 40 MB haben.

(Vorsicht: Große Apps sollten Sie nur über WLAN installieren, um das Datenvolumen Ihrer SIM-Karte zu schonen!)

Wenn Sie sich dazu durchgerungen haben, eine App auf Ihr Smartphone zu laden, tippen Sie auf die grüne Fläche mit dem Schriftzug INSTALLIEREN.

Play Store Berechtigungen

Play Store App-Berechtigungen

Sogleich öffnet sich ein Fensterchen auf dem Bildschirm, in dem Ihnen die Berechtigungen gezeigt werden, die die App beansprucht. Kurze Erklärungen zu den einzelnen Berechtigungen können Sie sich mit Tippen auf die grauen Pfeilchen auf der rechten Seite anzeigen lassen.

Sie können hier keine Auswahl treffen, also zum Beispiel der App „Google Maps“ den Zugriff auf Ihren Standort erlauben, aber den auf Ihre Identität verweigern. Alles oder nichts, lautet die Devise. Wenn Sie unsicher sind, ob sie einer App die aufgezählten Berechtigungen erlauben sollen, lesen meinen ausführlichen Artikel zu den Android-App-Berechtigungen.

Sobald Sie auf die grüne Fläche mit dem Schriftzug AKZEPTIEREN getippt haben, wird die angezeigte App auf Ihr Android-Smartphone heruntergeladen und installiert. Das kann durchaus einige Minuten dauern, je nach Größe der App, der Qualität Ihrer Datenverbindung und der Auslastung des Play Stores.
(Wenn Sie die Installation nicht durchführen wollen, tippen Sie auf den Rückwärtspfeil in der unteren Bedienleiste Ihres Smartphones statt auf AKZEPTIEREN.)

Neue Apps finden Sie immer in der Liste aller installierte Apps. Von dieser Liste aus, können Sie die neue App auf einen Ihrer Startbildschirme legen.

Wieso werde ich so oft gefragt, ob ich Updates für meine Apps installieren will?

Alle Apps aus dem Play Store sehen regelmäßig nach, ob nicht vielleicht eine aktuellere Version zur Verfügung steht und benachrichtigen Sie in diesem Fall über einen Hinweis in der Statuszeile oben auf dem Bildschirm. Grundsätzlich ist es eine gute Idee, Updates zu installieren. Denn oft bringen solche Aktualisierungen Fehlerbehebungen mit sich, die zum Beispiel Sicherheitsprobleme beseitigen. Manche Updates beinhalten auch neue Funktionen, die in der alten Version nicht vorhanden sind. Meist sind neue App-Versionen größer als ihre Vorgänger.

Problematisch werden Updates immer dann, wenn der freie Speicher auf dem Smartphone für eine Installation nicht mehr ausreicht, oder wenn nach der Installation der Platz nicht mehr ausreicht, um ihre Apps auszuführen. Da unterscheidet sich Ihr Smartphone nicht von einem normalen PC: Wenn der Speicher knapp wird, schiebt das Gerät die Programmdaten von einem Speicherbereich in den anderen, ein vernünftiges Arbeiten ist kaum mehr möglich, weil sich die Apps vor allen Dingen mit sich selbst beschäftigen.
Ein zweiter Grund, einen Update abzulehnen, könnte darin bestehen, dass die neue App-Version mehr Berechtigungen verlangt als die alte. Vielleicht gehen Ihnen die neuen Rechte zu weit? – Prüfen Sie bei einem Update unbedingt, ob weitere Berechtigungen gefordert werden.
Dies Prüfung ist auch der Grund, warum ich ausdrücklich nicht empfehle, alle Updates automatisch installieren zu lassen. Sie wissen dann nicht mehr, worauf die Apps auf Ihrem Gerät zugreifen.

Was tun, wenn ich eine installierte App wieder loswerden will?

Vielleicht haben Sie eine bessere Alternative für eine App gefunden? Vielleicht ist Ihr Smartphone-Speicher zu voll für all die Apps, die sich angesammelt haben? Es empfiehlt sich durchaus, ab und zu zu überprüfen, ob Sie tatsächlich alle Programme auf Ihrem Gerät tatsächlich nutzen und updaten wollen.

Wenn Sie eine App nicht mehr brauchen, entfernen Sie sie am einfachsten wieder über den Google Play Store. Rufen Sie die App dort genau so auf wie damals, als Sie sie installiert haben. An Stelle der grünen Fläche mit dem Schriftzug INSTALLIEREN sehen Sie nun den Schriftzug DEINSTALLIEREN. – Tippen Sie drauf, bestätigen Sie die Nachfrage, und weg ist die App!

Leider lassen sich nicht alle Apps deinstallieren. Sehr viele Smartphone-Hersteller haben Vereinbarungen mit App-Anbietern, speichern deren Programme dauerhaft auf den Geräten, so dass man sie nicht mehr durch Deinstallieren los wird. In solchen Fällen wird im Google Play Store die Schaltfläche mit dem Schriftzug DEINSTALLIEREN nicht angezeigt. Man nennt solche Zwangsinstallationen englisch „Bloatware“, also auf deutsch in etwa „Blähware“. Um die Zwangswerbung rauszuwerfen, muss das Android-Smartphone zunächst „gerootet“ werden. Anleitungen dazu findet man, wo sonst, im Internet. Anfängern sei jedoch geraten, die Finger davon zu lassen. Denn die Anleitungen sind meist ziemlich technisch, und beim Rooten besteht die Gefahr, das Gerät in einen Zustand zu versetzten, in dem gar nichts mehr geht. Bereits durch den bloßen Root-Versuch verliert man automatisch die Herstellergarantie.

Aber auch für gerootete Androiden gilt: Vorsicht beim Deinstallieren von Google-eigenen Apps! Denn auch wenn Sie diese nicht verwenden, kann man durch Deinstallation zentraler Google-Programme Funktionen des Smartphones abschalten, die man auch für andere Apps benötigt.
Mein Tipp in diesem Zusammenhang: Für gerootete Geräte gibt es Hilfsmittel, mit denen man jede App erst einmal einfrieren kann, bevor man sie deinstalliert. Danach lässt sich testen, ob das Gerät noch funktionsfähig ist. Treten Fehler auf, kann man das Einfrieren wieder rückgängig machen.

Einen letzten Hinweis zur Deinstallation von Apps möchte ich noch geben: Wenn Sie auf einem Ihrer Startbildschirme das Symbol einer App gedrückt halten, können Sie das Symbol danach über den Bildschirm schieben und am oberen oder unteren Rand auf einem Kreuz oder einem Papierkorb ablegen. Diese Aktion entfernt zwar tatsächlich das Symbol vom Startbildschirm. Die App ist jedoch nicht deinstalliert!
Sie befindet sich nach wie vor in der Liste aller installierten Apps und kann von dort erneut auf einen Startbildschirm verschoben werden.

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Weitere Artikel im Zusammenhang:
Berechtigungen von Apps · Das Google-Imperium

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