Das Google Imperium

Mit einer Suchmaschine fing alles an: Im Jahr 1996 präsentierten die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin die erste Version ihrer Internet-Suchmaschine, die heute in Deutschland einen Anteil von 91% aller Suchanfragen hat: Mehr als neun von zehn Informationssuchenden fragen bei Google an. Der Zweitplatzierte (Bing) liegt 2014 bei 3,5% aller Anfragen, der Dritte (Yahoo) bei 1,4%. [Quelle]

Google Imperium 2014In den zurückliegenden achtzehn Jahren ist das Google Imperium enorm gewachsen. Zur Suchmaschine gesellten mehr und mehr Dienstleistungen, die für die Nutzer zumindest in den Grundversionen immer kostenfrei sind und auf dem Prinzip der maßgeschneiderten Werbung beruhen. Google merkt sich für jeden Nutzer, was dieser im Internet tut, und verteilt angepasste Werbung an jedes Nutzerprofil. Damit verdient der kalifornische Google-Konzern sein Geld.

Zur Google Websuche gesellte sich zuerst ein lustiges Suchfeld mit zwei Schielaugen, mit dem man die Google-Suche in jede Browserkopfzeile einbauen konnte. Später kam dann der eigene Googlebrowser Chrome.

In der Welt der Medien können sich die Benutzer mit dem zugekauften Youtube Videos ansehen, selbst ins Netz stellen, kommentieren und mit Freunden teilen, mit Googles Bilder- und Videosuchmaschinen nach Fotos und Filmchen im Internet forschen. Google Books bietet eine Volltextsuche in Büchern, Google News scannt tausende von aktuellen Artikeln der Online-Presse, lässt die Benutzer darin suchen oder sich themenbezogene Artikellisten zusammenstellen. Über den Bilderdienst Picasa lassen sich Fotos finden, bearbeiten und mit anderen teilen.

Mit Geodiensten lässt Google seine Kunden die Welt erforschen: Die weithin bekannten Google Maps bieten die Suche nach Orten sowie eine Routenplanung für Auto, öffentliche Verkehrsmittel und Fußgänger. Panoramio ist ein Google-Maps-basierender Dienst, der ortsbezogen Fotos aus alle Welt zeigt, die man dann mit Freunden teilen kann; und mit Google Earth fahren wir zu Hause vor dem Computerbildschirm sitzend durch die ganze Welt, so als wären wir vor Ort.

Mit Hilfe weiterer Spezialsuchmaschinen findet der Benutzer gezielt Information bestimmter Medien: Über die Blogsuche findet gezielt Information zu den eigenen Lieblingsthemen, Google Scholar hilft beim finden wissenschaftlicher Texte, Google Shopping unterstützt bei der Suche nach Artikeln in Online-Shops. Mit Google Alerts spart man sich das aktive Suchen ganz und gar; statt dessen lässt man sich per E-Mail automatisch benachrichtigen, wann- und wo-auch-immer es Neuigkeiten zu Themen der eigenen Wahl gibt.

Mit einer breiten Palette von Produkten hilft Google seinen Kunden bei Kommunikation und Zusammenarbeit. Weit verbreitet ist der mächtige E-Mail-Dienst Gmail. Mit Google Formularen lassen sich Umfragen aufbauen und in alle Welt verteilen, der Google Kalender organisiert Termine, die man gezielt mit Familie, Freunden oder Arbeitskollegen teilen kann. Google Cloud Print unterstützt die Nutzer dabei, weltweit von überall Dokumente auf dem Heim- oder Bürodrucker auszudrucken. Über die Dienste von Google Docs kann man Dokumente, Präsentationen und Tabellen online und mit anderen teilen, mit Google Sites eigene Internetseiten und Wikis erstellen. Der Google Übersetzer hilft dabei, Text, Webseiten und Dateien sofort in über 50 Sprachen hin und her zu übersetzen, und im Notizdienst Google Keep schreiben wir auf, an was wir gerade denken.
Alle Kommunikationsfunktionen sind plattformübergreifend verfügbar. Das bedeutet, dass wir sie auf dem PC am Schreibtisch, dem Tablet auf dem Sofa und unterwegs auf dem Smartphone abwechselnd nutzen können. Die Arbeit damit braucht nur mehr auf dem Fußweg unterbrochen zu werden. (Und selbst diese Unterbrechungen sind längst nicht mehr selbstverständlich.)
Beim Blogdienst Blogger können wir mit unserem Google-Konto in Minutenschnelle ein Weblog eröffnen und über unser Leben schreiben, mit Google Hangouts die spontane Kommunikation nutzen und zu zweit oder in Gruppen Textnachrichten tauschen oder Videokonferenzen organisieren. Google Groups stellt uns die Möglichkeit zur Verfügung, Information über Mailinglisten und Diskussionsgruppen an ausgewählte Gruppen im Arbeits- oder Bekanntenkreis auszutauschen.
Google Plus ist ein Soziales Netzwerk, das ähnlich funktioniert wie das legendäre Facebook, in dem man sein soziales Online-Leben über Nachrichten, Fotos und Kommentaren ausleben kann. Google Drive ist ein Clouddienst, über den wir eine weltweit verfügbare Dokumenten- und Bilderablage organisieren können.

Der Play Store schließlich ist Googles Einkaufsmeile, in der es Smartphone-Apps, Musik, Filme und sogar Googles Gerätetechnik zu kaufen gibt.

Merken Sie etwas? – Wann immer wir mit Technik in Berührung kommen, der Google-Konzern ist life dabei. Er merkt sich, was wir tun, worüber wir sprechen und was wir gerne hätten oder tun würden. Und natürlich hat er auf jede unserer ausgesprochenen und unausgesprochenen Fragen eine Antwort parat.

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Die Aufstellung der Google-Dienste war im Sommer 2014 aktuell. Eine möglicherweise neuere Funktionsliste finden Sie bei den Google Produkten.

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